Clubgeschehen wird nicht nur vom Sport bestimmt

 


Nach dem Motto: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein", spielten im Verein die gesellschaftlichen Veranstaltungen von Anfang an eine wichtige Rolle.

Sie waren beim Club Frei-Holz schon immer beliebt und gehen auf eine lange Tradition zurück. Alle geselligen Veranstaltungen festigten die Bedingungen unter den Sportlern und ihren Familien, man kann sogar sagen, dass hierdurch richtige Freundschaften entstanden sind.

Schon in den Gründerjahren wurde ein Schlachtfest durchgeführt, das sich bis zum heutigen Tag erhalten hat. Das sogenannte Rehessen, das in den Anfangsjahren stattfand, entwickelte sich zum Familienabend und ist mittlerweile fester Bestandteil unserer gesellschaftlichen Veranstaltungen. Ausflüge und Grillfeste, die in den Gründerjahren mit dem sogenannten Lochfest begannen, haben sich ebenfalls bis heute erhalten und werden jährlich durchgeführt.

Rock in den Mai 2007

Kleiner Plänkschter



Kegelclub besteht seit 60 Jahren

Los ging es 1958 im „Adler“ auf zwei Bahnen

Heinz Engelhardt als eines von fünf Gründungsmitgliedern erinnert sich

Da ging’s für alle Neune sogar nach Berlin

von SZ-Redaktionsmitglied Saskia Grössl

20180718 60 Jahre Jubiläum18.07.2018 Plankstadt. Heinz Engelhardt ist das einzig verbliebene Gründungsmitglied des Sportkegelclubs Frei-Holz, und wenn er sich an die alten Zeiten erinnert, ist er kaum zu bremsen. Dieses Jahr wird der Kegelclub nämlich 60 Jahre alt. „Am 13. Juli 1958 haben wir den Club im ,Adler’ in Plankstadt gegründet“, weiß es Heinz Engelhardt noch ganz genau. Im Jubiläumsheft zum 50. Geburtstag ist die handschriftliche Niederschrift zur Gründung abgedruckt. Fünf Mitglieder haben dort unterschrieben.

„Mit dabei war auch Erich Neumayer, der das Ganze eigentlich ins Leben gerufen hat. Uns hat das normale Gesellschaftskegeln eben nicht gereicht, wir wollten das sportlich betreiben“, erklärt Engelhardt. Heute spielt der 84-Jährige nicht mehr, er kann aber auf 40 Jahre aktives Kegeln zurückblicken.

Die erste Zeit war der Sportkegelclub Frei-Holz im Gasthaus „Adler“ beheimatet, wo es zwei Kegelbahnen gab. „Dort haben wir auch gern mal mit den anderen Kegelclubs in Plankstadt Vergleichswettkämpfe ausgetragen“, erinnert sich Heinz Engelhardt.

Auflage waren vier Bahnen

Doch irgendwann ging es weiter, eine Verbandsrunde mit den Clubs der Umgebung hat sich gebildet – und der SKC Frei-Holz war dabei. „Als wir dann in die höhere Klasse aufgestiegen sind, hat der Kegelverband es zur Auflage gemacht, dass man auf einer Vierbahnen-Anlage kegeln muss“, weiß das Gründungsmitglied. Also zogen die Plankstadter Kegler 1969 um. Zunächst ging es nach Walldorf (1970 bis 1975), dann nach Sandhausen (1975 bis 1978). Schließlich war es soweit – und endlich gab es die Mehrzweckhalle mit ihren Kegelbahnen – seitdem ist das die sportliche Heimat des SKC Frei-Holz.

Das Wappen zeigt die Farben Rot und Schwarz mit goldener Schrift: „Die haben wir uns damals ausgesucht, weil wir Fans der Fußballmannschaft von Nürnberg waren, die diese Vereinsfarben auch hatte“, erklärt Heinz Engelhardt und muss heute darüber schmunzeln.

Sport Chronik - Reinhold BergerIm Laufe der Zeit hat sich beim Kegeln viel geändert, angefangen beim Outfit. „Am Anfang durfte man nur mit weißen Hosen, weißem Hemd, weißen Socken und weißen Schuhen kegeln, da hat der Verband streng darauf geachtet. Das ist aber heute viel lockerer geworden“, schaut Engelhardt zurück. Und die Annehmlichkeiten der Technik gab es auch nicht von Anfang an. Während die Kegel heutzutage an einer Schnur befestigt sind und so automatisch aufgestellt werden können, hatten sie früher direkt auf der Bahn gestanden. Dann war entweder ein „Kegelbu“ da, der gegen ein Entgelt sowie freie Getränke die Kegel immer wieder aufgestellt hat. Oder die Kegler mussten eben selber ran.

Aus Holz und schmaler als heute

Früher waren die Kegel auch noch aus Holz und etwas schmaler als die Kunststoffkegel heute. Die Wucht der Kugel konnte ein Kegel so nur bedingt aushalten. Außerdem war die Fläche, auf der er stand, größer als die, auf der heutige Kegel stehen, so dass er früher nicht so leicht umgefallen ist.

In den 60 Jahren haben sich einige sportliche Erfolge angesammelt. Vier Mal konnte die SKC Frei-Holz deutscher Meister werden und waren Weltpokal- sowie Europapokalsieger. „Die 1990er Jahre waren schon sehr erfolgreich“, weiß auch Thorsten Vörg, Vorsitzender des Clubs. „Wir waren international bekannt“, sagt Heinz Engelhardt. Als Frei-Holz in der ersten Bundesliga startete, ging es auch öfter mit dem Flugzeug fürs Spiel nach Berlin.

Geselligkeit wird beim SKC Frei-Holz sowieso groß geschrieben. Ausflüge und Familienabende waren schon immer ein wichtiger Teil des Vereinslebens. „Das könnte ein Grund für unseren Erfolg sein“, vermutet Günther Bauer, der stellvertretende Vorsitzende. Schließlich mussten andere Kegelclubs fusionieren oder existieren gar nicht mehr. Der SKC Frei-Holz stellt dagegen rund die Hälfte der Mitglieder des übergeordneten Kegelvereins, wie Thorsten Vörg berichtet. Zum Geburtstag plant der SKC Frei-Holz nun eine Veranstaltung am Samstag, 21. Juli. Um 14 Uhr heißt es „Die 90er treffen auf heute“. Dann spielen Spieler, die damals erfolgreich waren, gegen Spieler von heute. Mit dabei sind unter anderem Boris Benedikt, Daniel Bizjak, Peter Knauer und Gerhard Deininger.

Die beiden Letztgenannten haben im vergangenen Jahr ihre aktive Laufbahn beendet, so dass sie mit dem Spiel sozusagen ihren Abschied feiern. Parallel zeigt der SKC Frei-Holz zahlreiche Fotos aus den 60 Jahren Geschichte und freut sich auf viele Interessierte. Um 18 Uhr folgt dann ein offizieller Ehrungsabend für geladene Gäste.

„Es ist ja eigentlich nicht üblich, das 60-jährige Bestehen zu feiern, aber wir feiern eben gerne“, sagt Thorsten Vörg abschließend mit einem Lächeln auf den Lippen.

20170325 Aufstieg 1. Bundesliga

Vorstandschaft

Club 100